Junkers Ju 52/3m „Tante Ju“

Mit der Ju 52 ist es uns gelungen, ein wichtiges Stück deutschen luftfahrttechnischen Kulturerbes in einzigartiger Weise zu erhalten.

Oldtimer "Tante Ju" bekommt Verjüngungskur

Aufwendige Reparatur des beliebten Traditionsflugzeugs geht in die nächste Phase
Gute Nachricht zum 30. Geburtstag der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS)
Berlin/Hamburg, 24. Juni 2016 // Das schönste Geburtstagsgeschenk für die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS), die im Juni vor 30 Jahren gegründet wurde, kommt von einer 80jährigen „alten Dame“. Es ist die Nachricht, dass die „Tante Ju“, das von der DLBS liebevoll betreute Traditionsflugzeug Ju52 D-AQUI, sich früher als geplant einer Verjüngungs­kur unterzieht, um das langfristige Ziel zu erreichen: Die Ju52 soll ihre Fangemeinde noch mindestens bis zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2036 im Fluge begeistern. Rechtzeitig zum DLBS-Jubiläum erreichte die Stiftung eine gute Nachricht aus Berlin: Von den gut 20 Millionen Euro aus Bundesmitteln, die der Haushaltsausschuss des Bundestages am vergangenen Mittwoch für 138 Projekte des Denkmalschutz-Sonderprogramms VI freigab, sind 400.000 Euro als Beitrag zu den Restaurierungskosten der Ju52 vorgesehen.

An dem weit über Deutschlands Grenzen hinaus wohl bekanntesten Oldtimer der Lüfte war im vorigen Herbst ein Mittelholmbruch diagnostiziert worden. Seither wird das 1936 in den Dessauer Junkers-Werken gebaute 16sitzige Passagierflugzeug bei der Lufthansa Technik in Hamburg in einem sehr aufwendigen und komplizierten Verfahren repariert. Im Rahmen dieser Arbeiten müssen etliche Teile komplett neu angefertigt werden. Da die Original-materialien heute nicht mehr verfügbar sind, gilt es, Ersatzmaterialien und Fertigungsprozesse zu ermitteln. Dies und die jeweils notwendige abschließende sorgfältige Qualitätskontrolle führte in den vergangenen Monaten zu vorher nicht absehbaren Zeitverzügen, so dass der ursprünglich für Anfang Mai geplante Start in die Flugsaison 2016 mehrfach verschoben werden musste.

Jetzt zogen der Vorstand und das Technik-Team der DLBS die Reißleine und machen aus der Not eine Tugend: Eine weitere aufwendige strukturelle Verjüngungs­kur insbesondere der Tragflächen der „Tante Ju“, die ursprünglich erst für die kommende Winterpause vorgesehen war und die zu einem verspäteten Start in die Flugsaison 2017 geführt hätte, wird jetzt vorgezogen. Statt zweier getrennter Reparaturphasen erlebt die Ju52 nun also eine Generalüberholung aus einem Guss. „Hinsichtlich der Qualität unserer Wartungs- und Überholungsarbeiten machen wir keine Kompromisse, auch wenn wir unsere Ju52 Fangemeinde für die Flugsaison 2016 enttäuschen müssen“, betont der neue Vorstandsvorsitzende und Accountable Manager der DLBS, der ehemalige Lufthansa Chefpilot Werner Knorr. Seine gute Botschaft: „Der Verzicht auf eine wenige Wochen kurze Restflugsaison 2016 ermöglicht es, die Wiederherstellung der Lufttüchtigkeit unserer Ju52 in bester Verfassung pünktlich zum regulären Saisonbeginn im April kommenden Jahres sicherzustellen“. Zur Erreichung dieses Zieles arbeiten erfahrene Ingenieure, Flugzeug- und Strukturmechaniker von Lufthansa Technik und Kälin Aero Technologies motiviert und eng zusammen.

Ein wesentlicher Beitrag zur aufwendigen und teuren Restaurierung des fliegenden Oldtimers kommt aus Berlin: Am vergangenen Mittwoch gab der Haushalts­ausschuss des Bundestages insgesamt gut 20 Millionen Euro aus Bundesmitteln für die Co-Finanzierung von bundesweit insgesamt 138 Projekten im Rahmen eines Denkmalschutz-Sonderprogramms frei. 400.000 Euro davon sind zur Freude von Werner Knorr für die Restaurierung der Ju52 D-AQUI vorgesehen, der im vorigen Jahr als erstem Passagierflugzeug der Welt der Status eines beweglichen Kulturdenkmals zuerkannt wurde: „Es ist eine großartige Nachricht für unser engagiertes Team und für alle Fans der ‚Tante Ju‘, dass diese einmalige Ehrung nicht nur in einer Urkunde Ausdruck fand“, so Knorr. „Die materielle Unterstützung der Restaurierung dieses wunderbaren Großraumflugzeuges der Dreißiger Jahre durch den Bund ist eine ebenso besondere wie verdiente Würdigung der herausragenden Ingenieurleistung von Hugo Junkers.“

Die Ju52 D-AQUI ist ein Flugzeug mit sehr bewegter Geschichte. 1936 zunächst an die damalige Lufthansa ausgeliefert, wurde sie bald nach Norwegen verkauft. Nach dem Krieg erlebte das Flugzeug eine wahre Odyssee mit Einsätzen in Süd- und Nordamerika. In erbarmungswürdigem Zustand von Lufthansa Piloten zufällig auf einem Flugfeld im Süden der USA entdeckt, wurde sie 1984 von der Lufthansa gekauft und „nach Hause“ geholt. Es folgte ein regelrechter Jungbrunnen für das Flugzeug mit der charakteristischen Wellblechhaut. Knapp zwei Jahre dauerte die Restaurierung und Totalüberholung bei der Lufthansa Technik in Hamburg. Dabei wurde die Ju52 mit leistungsstarken Kolben- Sternmotoren ausgestattet und technisch so aufgerüstet, dass sie vom Luftfahrtbundesamt für den gewerblichen Luftverkehr selbst unter Instrumentenflugbedingungen zugelassen wurde.

Als die Tante Ju wieder flugtüchtig war, wurde im Juni 1986 unter der Ägide des damaligen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Reinhardt Abraham, die Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung ins Leben gerufen. Ihr gemeinnütziger Zweck: “Förderung von Kultur und Wissenschaft durch die Erhaltung historischen Fluggeräts und Vorführung am Boden und im Flug.“ Dies geschah bis zum vergangenen Herbst auf tausenden Rund- und Streckenflügen in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. Insgesamt kam die „Tante Ju“ in den vergangenen 30 Jahren auf über 5000 Flugstunden. Mehr als 120.000 Fluggäste erlebten dabei an Bord des Oldtimers kurze Zeitreisen in die frühen Jahre der zivilen Luftfahrt und das wunderbare Gefühl der Entschleunigung.

In den vergangenen zehn Jahren leitete der frühere Top-Manager der Lufthansa Technik Bernhard Conrad als Stiftungs-Vorstand die Geschicke der DLBS. Höhepunkt seiner Amtszeit war „die Anerkennung unserer ‚Tante Ju‘ als fliegendes Denkmal und damit die weltweit erste Unterschutzstellung eines historischen Verkehrsflugzeugs im August 2015.“ Wenige Wochen später mussten Conrad und sein engagiertes Team die niederschmetternde Nachricht des komplizierten Mittelholmbruchs verkraften, der den eigentlich für Anfang Mai geplanten Start in die Flugsaison 2016 verhinderte. Doch pünktlich zum 30.Geburtstag der DLBS ist Bernhard Conrad wieder zuversichtlich, dass unter seinem Nachfolger Werner Knorr und dessen Vorstandskollegen Karl-Heinz Steinke wieder optimistisch angepeilt werden kann, was er immer als „nächstes Etappenziel im Leben unserer „Tante Ju“ vorgegeben hat: dass die Ju52 ihren 100. Geburtstag im Jahr 2036 „im Fluge“ erreicht.

 

"Tante Ju" wird stolze 80 Jahre jung

Nach aufwendiger Reparatur soll das Traditionsflugzeug im Sommer wieder abheben

Hamburg, 6. April 2016 // 80 Jahre und ein bisschen leise: Die Geburtstagsfeier für die „alte Tante Ju“ musste in einer Wartungshalle der Lufthansa Technik in Hamburg stattfinden. Denn die „Grande Dame der Lüfte“ hat’s momentan „im Rücken“; der im vergangenen Herbst diagnostizierte Mittelholmbruch machte eine sehr komplizierte, aufwendige und teure Reparatur notwendig und verzögert den Start des berühmten Oldtimer-Flugzeugs in die neue Flugsaison. Immerhin hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS), Bernhard Conrad, für alle Fans der Ju 52 „D-AQUI“ pünktlich zu deren 80. Geburtstag eine gute Nachricht parat: „Bis zum kommenden Sommer soll unsere alte Dame wieder fit sein und fliegen.“

Im Prinzip tut sie dies bereits seit exakt acht Jahrzehnten – wenn auch mit diversen Unterbrechungen. Denn die Ju 52 mit der Registrierung D-AQUI ist ein Flugzeug mit äußerst bewegter Geschichte. Schon zwei Monate nach ihrer Fertigstellung in den Dessauer Junkers-Werken und der Auslieferung an die damalige Lufthansa am 6. April 1936 kam sie nach Norwegen, wo sie – zeitweise mit Schwimmern statt Rädern ausgestattet – teils zivil, teils militärisch für Flugeinsätze zwischen den Fjorden eingesetzt wurde.

1957 wurde die Ju 52 nach Ecuador verkauft, wo sie für die Fluggesellschaft „Transportes Aéreos Orientales“ Passagiere und Fracht zu Ölbohrercamps im Amazonasgebiet beförderte. Acht Jahre lang stand die Propellermaschine ungenutzt und vergessen am Rande des Flughafens von Quito, ehe ein amerikanischer Oldtimer-Fan sie 1970 kaufte und in die USA brachte. Dort wechselte sie noch einmal den Besitzer und tingelte etliche Jahre von einer Flugshow zur nächsten.

Anfang der achtziger Jahre entdeckten Lufthansa-Piloten die „verlorene Tochter“ zufällig in recht bemitleidenswertem Zustand auf einem Flugfeld in Florida und überzeugten den damaligen Lufthansa-Vorstand, die Ju 52 zu kaufen und nach Deutschland zurückzuholen.
Als sie am 28. Dezember 1984 nach einem strapaziösen, 16tägigen Über­führungs­flug – mit zahlreichen Zwischenlandungen an der Ostküste der USA, in Kanada, Grönland, Island, Schottland und England – erstmals wieder auf deutschem Boden landete, war sie äußerlich eine US-Amerikanerin. Der Name „Iron Annie“, auf den man sie in den Siebzigern in Florida getauft hatte, erinnerte am Seitenleitwerk an die jahrzehntelange abenteuerliche Flug-Odyssee durch etliche Länder beiderseits des Atlantik. In wesentlich größeren Lettern prangte jedoch der Schriftzug „Going Home“ auf ihrem faltenreichen Wellblech-Rumpf.

Bei der Lufthansa Technik in Hamburg schenkte man dem lange vermissten Veteran in einer zweijährigen gründlichen Verjüngungskur ein „zweites Leben“. Unter der auf Hochglanz gebrachten silberglänzenden Wellblechhaut verbirgt sich nun ein modernisiertes und komplett digitalisiertes Cockpit, und die drei Neunzylinder-Sternmotoren von Pratt & Whitney mit dem unverkennbaren Brummen, das Ju 52-Fans so lieben, arbeiten wesentlich leiser und zuverlässiger als die Originalmotoren von 1936. Bis zu 16 Fluggäste, sämtlich auf Fensterplätzen, können in dem „Großraumflugzeug der 30er Jahre“ das Reisen im Stil der Anfangszeit der Passagierluftfahrt erleben, stilecht mit Gardinen und Gepäcknetz. Jahr für Jahr lassen sich tausende Fluggäste bei zahlreichen Rund- und Streckenflügen in ganz Deutschland und Österreich an Bord der "Tante Ju" in die Pionierzeit der Passagierluftfahrt zurückversetzen und genießen die ganz besondere Faszination der "Entschleunigung".

Den offiziellen Start in ihr „zweites Leben“ mit Erstflug über Hamburg und feierlicher Taufe auf den Namen ihres einstigen Heimatflughafens „Berlin-Tempelhof“ erlebte die „Tante Ju“ vor 30 Jahren, im April 1986. Seither avancierte die alte Dame zu einem wahren Star unter den Oldtimer-Flugzeugen. Für zahlreiche Piloten der Lufthansa, die im beruflichen Alltag hunderte Fluggäste rund um den Globus befördern, ist es eine Ehre und ein besonderes Vergnügen, hin und wieder aus dem modernen Cockpit eines Airbus- oder Boeing-Jets in die nostalgisch anmutende Kanzel der Ju 52 umzusteigen. Zu den fliegerischen Highlights der „neuen alten“ D-AQUI zählten die erste Landung in Tempelhof am 20. Juni 1991 und der letzte Start vom einstigen Berliner „Zentralflughafen“ am 31. Oktober 2008, kurz vor Mitternacht – eine Minute, bevor dort für immer die Runway-Befeuerung erlosch.

Die Wintermonate verbringt die Ju 52 der DLBS stets in einem der Hangars der Lufthansa Technik in Hamburg. Dort wird sie Jahr für Jahr von Spezialisten auseinander genommen, „auf Herz und Nieren“ geprüft, generalüberholt und für die nächste Saison fit gemacht – eine „Winterliegezeit“, die wegen des Mittel­holm­bruchs dieses Mal ein paar Monate länger dauert als gewöhnlich. Nur ein „Facelifting“ bekommt die „alte Tante Ju“ nie; ihre würdevollen, charakteristischen Wellblechfalten sind unveränderlich und von wahrhaft zeitloser Schönheit.

Eine besondere Ehre wurde der Ju 52 D-AQUI im vergangenen Jahr zuteil: Als weltweit erstes und einziges für den gewerblichen Flugbetrieb zugelassenes historisches Verkehrsflugzeug erhielt die „Tante Ju“ der Lufthansa vom Amt für Denkmalschutz der Hamburger Kulturbehörde die Anerkennung als „bewegliches Denkmal“. Diese Ehrung würdigt auch das Lebenswerk und die Leistung des legendären deutschen Ingenieurs, Luftfahrtpioniers und Unternehmers Hugo Junkers.

Doch auch als anerkanntes Denkmal, im stolzen Alter von 80 Jahren und mit vielen Falten im Gesicht ist die „Tante Ju“ weit davon entfernt, zum bloßen musealen Anschauungsobjekt zu werden. „Dank vieler fleißiger Hände bei Lufthansa, Lufthansa Technik und externen Spezialisten“, ist DLBS-Chef Bernhard Conrad felsenfest überzeugt, „wird unsere alte Dame ganz sicher fliegend auch noch ihren 100. Geburtstag erleben!“

 

"Tante Ju" braucht längere Flugpause

Aufwändige Reparatur am Oldtimer-Flugzeug der Lufthansa nötig

Traurige Nachricht für die vielen Fans der fast 80-jährigen „Tante Ju“: Die Ju 52 der Lufthansa, eines der berühmtesten Oldtimer-Flugzeuge der Welt, wird im kommenden Frühjahr nicht, wie gewohnt, Ende April/Anfang Mai in die nächste Flugsaison starten können. Grund ist ein Mittelholmbruch im Rumpfsegment des historischen Flugzeugs, der eine sehr aufwändige und zeitraubende Reparatur erfordert. Da zur Zeit noch nicht abgesehen werden kann, wann die Ju52 wieder abheben kann, wurde der Gutschein- und Ticketverkauf für die beliebten Strecken- und Rundflüge mit der „Grande Dame der Lüfte“bis auf Weiteres ausgesetzt. Bereits erworbene Gutscheine behalten ihre Gültigkeit.

An Bord der Ju52 „Berlin-Tempelhof“ der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung (DLBS) hatten in der vergangenen Sommersaison insgesamt mehr als 6300 Flug­gäste eine Art nostalgische Zeitreise im fliegerischen Ambiente der 30er Jahre genossen. Der Oldtimer mit dem Lufthansa-Kranich am Leitwerk, 1936 in den Dessauer Junkers-Werken gebaut, startete und landete rund 420mal auf 40 Flug­plätzen in ganz Deutschland und Österreich und brachte es in der Flugsaison 2015 auf gut 300 Flug­stunden. Zwei Saisonhöhepunkte für die „Tante Ju“: Die Ju52 nahm an einer Airshow auf der britischen Kanalinsel Jersey teil; und im Rahmen der Hamburg Airport Days wurde ihr eine ganz besondere Ehre zuteil. Wegen ihrer großen luftfahrthistorischen Bedeutung erhielt die Ju52 „D-AQUI“als erstes noch im Einsatz befindliches Passagierflugzeug der Welt den Status eines „beweglichen Denkmals“.

Ein erfahrenes und bestens mit der Ju52 vertrautes Team von Fachleuten der DLBS und Lufthansa Technik in Hamburg, unterstützt von externen Experten, arbeitet bereits mit Hochdruck an der Behebung des Schadens, der im Herbst zum vorzeitigen Abbruch der Flugsaison 2015 zwang. Freilich lässt sich schon jetzt absehen, dass dies mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als die normale „Winterliegezeit“, in der die Ju52 üblicherweise generalüberholt und fit gemacht wird für die jeweils nächste Flugsaison. Sobald absehbar ist, wann die Ju52 wieder einsatzbereit ist, wird die DLBS darüber informieren. Laufende Informationen über den aktuellen Status werden regelmäßig auf deren Webseite unter www.lufthansa-ju52.de veröffentlicht.

 

Vorzeitiges Saisonende 2015 - Ausblick Saison 2016

Liebe Freunde, Unterstützer und Kunden,

wegen eines Mittelholmbruchs im Rumpfsegment unserer historischen Ju 52 musste die Saison 2015 leider vorzeitig beendet werden. Aktuell arbeitet unser Technikteam mit Hochdruck an der Behebung des Schadens. Da es sich um eine sehr aufwändige Reparatur handelt, zu der eigens eine spezielle Vorrichtung konstruiert und hergestellt werden muss, dauert die Behebung des Schadens über die reguläre Winterliegezeit an. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebes wird sich daher auf unbestimmte Zeit verzögern.

Es ist uns sehr wichtig, Ihnen auch zukünftig die gewohnte Sicherheit bieten zu können und bitten daher um Ihr Verständnis.

Bitte seien Sie versichert, dass wir Sie unverzüglich darüber informieren werden, wenn unsere Lufthansa Ju 52 wieder einsatzbereit ist. Laufende Informationen zum aktuellen Status werden regelmäßig auf unser Webseite unter www.lufthansa-ju52.de veröffentlicht.

Die von Ihnen erworbenen Gutscheine behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Vorstand und das Team der DLBS

 

„Tante Ju“ wird „fliegendes Denkmal“

Weltweit einmalige Auszeichnung für das Lufthansa-Traditionsflugzeug Ju 52

Am 22.08.2015 wurde dem Oldtimer, gebaut 1936 in den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau, anlässlich der Hamburg Airport Days eine Ehre zuteil wie noch keinem Passagierflugzeug zuvor: Als weltweit erstes und einziges für den gewerblichen Flugbetrieb zugelassenes historisches Verkehrsflugzeug ist die Ju 52 der Lufthansa vom Amt für Denkmalschutz der Hamburger Kulturbehörde als "bewegliches Denkmal" unter Schutz gestellt worden.

Diese Ehrung würdigt auch das Lebenswerk und die Leistung des legendären deutschen Ingenieurs, Luftfahrtpioniers und Unternehmers Hugo Junkers.

 

Mit der Ju52 nach Jersey

Im September bieten wir unseren Passagieren ein besonderes Highlight an. Mit der Lufthansa Ju52 geht es am 09.09.2015 zu den Kanalinseln nach Jersey mit Zwischenstopp in Bray-sur-Somme/Flughafen Albert-Picardie.

Vom 10.-11.09.2015 findet das Jersey International Air Display statt, eine der größten Freiflugshows der britischen Inseln. Anlässlich der Air Show werden vor Ort 30- und 45-minütige Rundflüge mit der Ju52 für 299 Euro und 399 Euro angeboten. Am 12.09.2015 geht es dann wieder zurück nach Köln/Bonn.

Lassen Sie sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen und buchen Sie gleich Ihren Flug.

 

Oldtimer der Lüfte topfit am Himmel

https://www.youtube.com/watch?v=r2mQNrQtSd4

Vor 30 Jahren kam die älteste noch fliegende Original-Ju 52 zurück nach Deutschland
Traditionsflugzeug der Lufthansa mit bewegter Geschichte

Als sie am 28. Dezember 1984 erstmals wieder auf deutschem Boden landete, war sie äußerlich eine US-Amerikanerin. Der Name „Iron Annie“, auf den man sie in den Siebzigern in Florida getauft hatte, erinnerte am Seitenleitwerk an die langen Jahre im weltweiten Einsatz fern der Heimat. Aber in wesentlich größeren Lettern prangte der Schriftzug „Going Home“ auf ihrer faltenreichen Wellblechhaut: Vor 30 Jahren kehrte das weltweit älteste original bei Junkers in Dessau gebaute und bis heute funktionstüchtige Flugzeug des Typs Ju 52 nach einer jahrzehntelangen abenteuerlichen und strapaziösen Flug-Odyssee durch etliche Länder nach Hause zurück – nach Deutschland und zur Lufthansa. Nach zweijähriger aufwändiger Restaurierung und Modernisierung bei der Lufthansa Technik in Hamburg wieder topfit, ist die „alte Tante Ju“ bis heute ein Sympathieträger der Kranichlinie und als „Grande Dame der Lüfte“ ein beliebter Gast auf Airports und Flugschauen in Deutschland und in den Nachbarländern.

Der Heimflug im Dezember 1984 war für den Oldtimer, Baujahr 1936, ein fliegerischer Kraftakt. Während ein moderner Airbus die Strecke von Miami nach Deutschland in zehneinhalb Stunden fliegt, brauchte die betagte Tante Ju für den Überführungsflug 1984 von Titusville in Florida nach Hamburg den halben Dezember – 16 Tage mit etlichen Zwischenstopps an der Ostküste der USA, in Kanada, Grönland, Island, Schottland und England.

Bei der Lufthansa Technik in Hamburg schenkte man dem lange vermissten Veteran mit einer gründlichen Verjüngungskur ein „zweites Leben“. Unter der auf Hochglanz gebrachten silberglänzenden Wellblechhaut verbirgt sich nun ein modernisiertes und komplett digitalisiertes Cockpit, und die drei Neunzylinder-Sternmotoren von Pratt & Whitney arbeiten wesentlich leiser und zuverlässiger als die Motoren von 1936. Bis zu 16 Passagiere, sämtlich auf Fensterplätzen, können in dem „Großraumflugzeug der 30er Jahre“ das Reisen im Stil der Anfangszeit der Passagierluftfahrt erleben – stilecht mit Gardinen und Gepäcknetz. Jahr für Jahr begeistert die „alte Tante Ju“ bei hunderten Strecken- und Rundflügen Luftfahrt­begeisterte und Oldtimerfreunde. In der abgelaufenen Flugsaison absolvierte das mit großem Abstand älteste und kleinste Flugzeug der Lufthansa 580 Flüge und ermöglichte es dabei mehr als 8.600 Fluggästen, die Welt aus wenigen hundert Metern Flughöhe zu sehen. Dabei demonstriert die Ju 52 die schöne Tugend der „Entschleunigung“, wenn sie mit sonorem Brummen in einem gemächlichen Tempo ihre Kreise zieht.

Bei den Passagieren ist das Oldtimer-Flugzeug ebenso beliebt wie bei ihrer Stammbesatzung, zu der 25 Piloten, 15 Flugingenieure und 23 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen gehören. Es sind erfahrene Lufthansa-Crews mit tausenden Stunden Flugerfahrung, die normalerweise ihren Dienst an Bord moderner Jets bis hin zum Superjumbo Boeing 747-8 oder dem Riesen-Airbus A380 versehen.

Flug-Odysse von Norwegen bis Ecuador

Die Lufthansa Ju 52 mit der Registrierung D-AQUI ist ein Flugzeug mit sehr bewegter Geschichte. Schon bald nach ihrer Fertigstellung 1936 in den Dessauer Junkers-Werken und ihrer Auslieferung an die damalige Lufthansa kam sie nach Norwegen, wo sie – zeitweise mit Schwimmern statt Rädern ausgestattet – teils zivil, teils militärisch für Flugeinsätze zwischen den Fjorden eingesetzt wurde. 1957 wurde die Ju 52 nach Ecuador verkauft, wo sie für die Fluggesellschaft „Transportes Aéreos Orientales“ Passagiere und Fracht im Amazonasgebiet beförderte. Acht Jahre lang stand die alte Propellermaschine ungenutzt und vergessen am Rande des Flughafens von Quito, ehe ein Oldtimer-Fan sie 1970 kaufte und in die USA brachte. Dort wechselte sie noch einmal den Besitzer und tingelte etliche Jahre als „Iron Annie“ von einer Flugshow zur nächsten.

Anfang der achtziger Jahre entdeckten Lufthansa Piloten die „verlorene Tochter“ zufällig in recht bemitleidenswertem Zustand auf einem Flugfeld im Süden der USA und überzeugten die Unternehmensführung, die Ju 52 zu kaufen und nach Deutschland zurückzuholen. In fast zweijähriger freiwilliger Handarbeit wurde sie von Lufthansa Technikern in Hamburg liebevoll restauriert.

Den offiziellen Start in ihr „zweites Leben“ mit Erstflug über Hamburg und feierlicher Taufe auf den Namen ihres einstigen Heimatflughafens „Berlin-Tempelhof“ erlebte die „Tante Ju“ – äußerlich im alten Gewand, aber mit neuen Motoren und moderner Technik und Elektronik ausgestattet – im April 1986. Seither avancierte die alte Dame zu einem wahren Star unter den Oldtimer-Flugzeugen. Die Wintermonate verbringt die Ju 52 stets in einem der Hangars der Lufthansa Technik in Hamburg. Dort wird sie Jahr für Jahr von Spezialisten auseinander-genommen, auf Herz und Nieren geprüft, generalüberholt und für die nächste Saison fit gemacht. Nur ein Facelifting bekommt die „alte Tante Ju“ nie: Ihre würdevollen, charakteristischen Wellblechfalten sind unveränderlich.

Die Erinnerungen an einige der 10.000 Flugstunden aus den vergangenen 27 Jahren haben sich besonders tief eingegraben im Gedächtnis von Heinz-Dieter Bonsmann, dem langjährigen Chefpiloten der Ju52. Zu den fliegerischen High­lights, die der mittlerweile pensionierte Kapitän Bonsmann am Steuerhorn der Ju 52 erleben durfte, zählte die erste Landung in Tempelhof am 20. Juni 1991. Den 31. Oktober 2008, kurz vor Mitternacht, als nach dem historischen letzten Start der D-AQUI auf dem alten Berliner Zentralflughafen für immer die Runway-Lichter erloschen, würde er hingegen am liebsten aus seinem Gedächtnis streichen.

Auf ein Neues im kommenden Frühjahr

Keiner kennt die Ju 52 mit all ihren Einzelteilen so gut wie Gerhard Stelling (62). Der Triebwerksmechaniker der Lufthansa Technik hat das „zweite Leben“ der alten Dame seit ihrer Landung am 28. Dezember 1984 in Hamburg mit möglich gemacht und begleitet. Jahrzehntelang war er Werkstattleiter des Instandhaltungsbetriebs der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS), der das Oldtimer-Flugzeug gehört. Jetzt heißt es für ihn Abschied nehmen wie von einer sehr guten alten Freundin: Gerhard Stelling geht zum Jahresende nach drei Jahrzehnten bei der Lufthansa Technik in Rente. Nicht so sein Schützling: Für die „Tante Ju“ beginnt im Frühjahr 2015 „in alter Frische“ die nächste Flugsaison – und für tausende Fluggäste eine faszinierende, nostalgische Zeitreise. Für Bernhard Conrad, den Vorsitzenden der DLBS, steht sogar fest: „Dank der vielen fleißigen Hände bei Lufthansa wird die heute 78 Jahre junge Ju 52 ganz sicher fliegend hundert Jahre alt!“

Die jeweils 30-, 45- oder 60-minütigen Oldtimer-Flüge mit der Ju52 im Sommer­halbjahr 2015 kosten 219 bzw. 299 oder 389 €. Die Preise der Streckenflüge richten sich nach der Länge der jeweiligen Route. Auch Vollcharter ist möglich. Buchungen und detaillierter Flugplan unter www.lufthansa-ju52.de oder Tel. 040 – 5070 1717.

 

Herzlichen Glückwunsch Tante Ju!

Am 7. Mai 2011 war es soweit. Die Ju 52 „D-AQUI“ – die "Grande Dame" der Luftfahrt – feierte ihren 75. Geburtstag.

Zahlreiche Prominente aus der deutschen Luftfahrt-Industrie kamen zum Festtag in Hamburg-Finkenwerder zusammen, um zu gratulieren. Darunter der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung Bernhard Conrad, der Airbus-Chef Thomas Enders, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Lufthansa Jürgen Weber und weitere 400 geladene Gäste.

Anlässlich des Jubiläums kam es zu einer Begegnung zwischen zwei Flugzeugen, die unterschiedlich nicht sein können. Als Herzstück der historischen Flotte der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung traf die Ju 52 auf den neuen Airbus A380 der Deutschen Lufthansa. Tausende Schaulustige kamen am Hamburger Hafen zusammen, um mitzuerleben, wie beide Flugzeuge gemeinsam über die Elbe flogen.
 

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Film: Happy Birthday to Ju

Der Flugzeug-Oldtimer übertönte dabei um einiges den Jungstar A380, der neu aus dem Werk Finkenwerda kam. Die Ju fliegt maximal 250 Stundenkilometer,  bietet Platz für 16 Passagiere und ist ca. 19 Meter lang. Sie wirkt wie eine Miniatur gegenüber dem ca. 73 Meter langen Flugzeugkoloss A380, dessen Triebwerke ca. 900 Stundenkilometer ermöglichen und der mehr als 32 Mal so viele Personen transportieren kann wie die Ju 52. So verschiedenartig beide Flugzeuge aber erscheinen, verbindet sie jedoch auch gemeinsames. So erklärt Bernhard Conrad, der Vorsitzende der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung und Technologiechef bei Lufthansa Technik in Hamburg: „Auch im A380 steckt irgendwo ein Stück Junkers-Pioniergeist“.

Das Interesse an einem Rundflug mit der Ju 52 ist nach wie vor sehr groß. Flugzeug-Liebhaber erleben dabei hautnah ein Stück Flugzeuggeschichte, wenn die dreimotorige und lautstarke Maschine mit ihnen abhebt. Mehr als 200.000 Menschen waren es in der Vergangenheit. „Wir sehen immer wieder, dass Passagiere den Piloten nach der Landung begeistert die Hände schütteln“, berichtet Bernhard Conrad.

„Der Auftrag der Stiftung lautet: Sie soll auch mit 100 Jahren noch fliegen“, betont Bernhard Conrad. „Unsere Ju will nur eines: fliegen, fliegen, fliegen. Und dafür bürgen die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung und der Förderverein „Freunde der Lufthansa Ju 52 e.V.“, so Conrad weiter.

• Download Broschüre "Ju 52 D-AQUI – 75 Jahre Tante Ju" (1.9 MB)

• Broschüre "Ju 52 D-AQUI – 75 Jahre Tante Ju" zum Blättern

Weitere Bilder finden Sie auch hier in unserem Medienarchiv zur Ju-52.