Lockheed L1649A "Super Star"

Die erste "Super Star" der Lufthansa ging 1958 an den Start. Nach ihrer Restaurierung soll sich die Flugzeuglegende wieder in die Lüfte erheben.

02/2010 | Erste „Super Star“-Crews ausgebildet

Mit Unterstützung der schweizerischen Super Constellation Flyers Association (SCFA) erwarben im Herbst 2009 die ersten Cockpitcrews der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS) ihre Lizenz für die Lockheed Constellation-Familie – und somit auch für die L-1649A „Super Star“.
Bei aller Professionalität und Erfahrung im täglichen Flugbetrieb der Deutschen Lufthansa war es für die vier angehenden Piloten und drei Flugingenieure der DLBS ein besonderer Moment, im Herbst 2009 mit dem Flugtraining auf der Lockheed L-1049 Super Constellation der SCFA zu beginnen. Der praktischen Schulung gingen anderthalb Jahre intensiver theoretischer Vorbereitung sowie des Simulatortrainings voraus.

Im September 2009 war es schließlich soweit, dass die DLBS-Crew im französischen Epinal auf der L-1049 mit dem Kennzeichen HB-RSC an den Start ging. Ein fast als historisch zu bezeichnender Moment war der 29. September 2009, als nach über 43 Jahren mit Kapitän Uwe Hannes, Trainingskapitän Georg Kohne und Flugingenieur Jan Frieben wieder eine reine Lufthansa-Besatzung im Cockpit einer Lockheed Super Constellation saß. Dies jedoch noch unter Aufsicht der SCFA-Ausbilder, denn noch war die umfangreiche Flugausbildung der DLBS-Crew nicht abgeschlossen.

Rund 44 Flugstunden und 114 Landungen verstrichen, bis das Training nach zehn Tagen mit vier für die Constellation-Familie lizensierten Kapitänen und drei Flugingenieuren seinen erfolgreichen Abschluss fand. Darüber hinaus sind aus diesem Team mittlerweile drei Kapitäne und zwei Flugingenieure als Instruktoren und Examiner für die L-1049 Baureihe vom Luftfahrt Bundesamt (LBA) zugelassen.

Dass sich die Entscheidung, möglichst früh auf der einzigen europäischen L-1049 zu trainieren, als richtig erwies, zeigt die anstehende Reparatur der HB-RSC in diesem Jahr. Korrosionsbefunde am Hinterholm der Tragflächen führten zu der Entscheidung, das Flugzeug in den kommenden Monaten einer umfassenden Instandsetzung zu unterziehen, bevor es erneut in 2011 an den Start gehen kann.

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Erste „Super Star“-Crews ausgebildet
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