Lockheed L1649A "Super Star"

Die erste "Super Star" der Lufthansa ging 1958 an den Start. Nach ihrer Restaurierung soll sich die Flugzeuglegende wieder in die Lüfte erheben.

10/2008 | Beginn der Restaurierung

Das Super Star-Team der Lufthansa Technik in Auburn hat bereits eine umfangreiche Vorarbeit geleistet und das Flugzeug bis auf seine Kernstruktur demontiert.
Wie auf dieser aktuellen Luftaufnahme gut zu erkennen, sind die Demontagearbeiten am künftigen Traditionsflugzeug der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS) bereits weit vorangeschritten. Das Lufthansa Technik-Team in Auburn hat in den vergangenen Monaten unter anderem das Radom im Bug, die Landeklappen, Motoren, Inneneinrichtung, Querruder sowie das komplette Leitwerk der "Super Star" entfernt. Letzteres befindet sich bereits bei BizJet, dem nordamerikanischen Tochterunternehmen der Lufthansa Technik AG, zur Überholung. Direkt am Flugzeug stehen diverse, bis unter die Decke mit L1649A-Ersatzteilen gefüllte Container, die im Rahmen der Versteigerung von der DLBS mit erworben wurden. Ihr zuvor ungeordneter Inhalt wurde in den zurückliegenden Monaten zunächst gesichtet und katalogisiert. Diese aufwändigen Arbeiten dauerten auch im November 2008 noch an.

Arbeiten laufen mit Hochdruck
Kompetent und engagiert arbeitet das Team der Lufthansa Technik auch bereits vor Fertigstellung der Halle an der "Super Star". Neben Demontage der Klappen und Ruder sowie des Leitwerks, entfernten die Lufthansa Technik-Mitarbeiter vor Ort auch bereits das Radom im Bug, die Übergangsbleche zwischen Rumpf und Tragflächen sowie die je 3.400 PS leistenden Curtiss-Wright-Motoren. Die ersten Triebwerke von den 13 erworbenen befinden sich momentan zur Überholung bei einem nordamerikanischen Wartungsbetrieb, der sich auf diese historischen Flugmotoren spezialisiert hat. Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand die Lockheed "Super Star" noch auf einer Rasenfläche am Rande des Flughafens von Auburn, von der sie bereits vor Beginn der herbstlichen Schlechtwetterperiode auf ein betoniertes Vorfeld weg geschleppt wurde. Die vorbereitenden Maßnahmen in Auburn dienen dazu, dass nach Fertigstellung des Hangars schnellstmöglich mit den eigentlichen Strukturarbeiten an der Zelle und den Tragflächen der "Super Star" begonnen werden kann.

Hallenbau kommt voran
Im Frühherbst 2008 stand bereits die Rückwand der künftigen Super Star-Wartungshalle in Auburn, im US-Bundesstaat Maine, die eigens für dieses Projekt im Auftrag der Lufthansa Technik errichtet wurde. Nach ihrer in Kürze erwarteten Fertigstellung ist sie für den Zeitraum der Instandsetzung die neue Heimat der Lockheed L1649A mit dem Kennzeichen N7316C. Hier wird die einstige L1649A der Trans World Airlines (TWA) einer Art D-Check unterzogen und von einem Frachtflugzeug wieder in eine Passagiermaschine zurück gerüstet. Der Bau des Hangars war unumgänglich, da diese komplexen Strukturarbeiten ausschließlich in einer geschlossenen Halle - vor dem rauen nordamerikanischen Klima geschützt - ausgeführt werden können. Mit der für Ende November geplanten Inbetriebnahme der Halle, die Lufthansa Technik für den Zeitraum des Projekts vom Flughafen Auburn-Lewiston anmietet, startet das Instandsetzungsprojekt nun in seine nächste Phase.
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Demontagearbeiten sind fast beendet.