Lockheed L1649A "Super Star"

Die erste "Super Star" der Lufthansa ging 1958 an den Start. Nach ihrer Restaurierung soll sich die Flugzeuglegende wieder in die Lüfte erheben.

08/2009 | Motorenmontage hat begonnen

Bei Anderson Aeromotive im US-Bundesstaat Idaho, einem Spezialbetrieb für die Überholung von großen Kolbentriebwerken, hat im Juli der Wiederaufbau des ersten Motors für die Super Star begonnen.
Wie die Lockheed L-1649A selbst, setzten auch ihre Motoren Ende der 50er Jahre neue Maßstäbe im Flugzeugbau. Unmittelbar vor dem Beginn des Jetzeitalters auf dem Nordatlantik, das mit der Comet 4 im Oktober 1958 startete, lieferte Curtiss Wright mit dem 988TC18EA2 Kolbenmotor sein Meisterstück ab. Das maximal 3.400 PS leistende Aggregat galt zu seiner Zeit als die Krönung des zivilen Triebwerkbaus. 14.439 Einzelteile, Bolzen und Schrauben nicht mitgerechnet, fügen sich zu einem komplexen Ganzen zusammen.

Acht dieser Kraftpakete baute das Lufthansa Technik Super Star-Team aus der L-1649A mit dem Kennzeichen N7316C in Auburn sowie der einstigen Lufthansa D-ALAN in Florida aus und sandte sie an Anderson Aeromotive. Sechs TC18EA2 wird der FAA und EASA Part 145 zugelassene Motorbetrieb zunächst überholen.

Nachdem Ray Anderson kürzlich einen großen Bestand an Neuteilen erwerben konnte, werden alle sechs in Auftrag gegebenen Triebwerke mit fabrikneuen Kurbelwellen, Pleueln und Lagern ausgerüstet. Die komplette Motormontage, einschließlich der Quick Engine Change (QEC)-Anbauteile, läuft seit Juli und soll spätestens Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Zurück zur Übersicht
Anderson Aeromotive Inc. ist eine FAA und EASA Part 145 zugelassene Motorwerkstatt und auf die Überholung großer Kolbentriebwerke spezialisiert.
Zunächst werden sechs Curtiss Wright-Motoren der Super Star durch die Hände der Triebwerksspezialisten in Grangeville, Idaho, gehen.