Lockheed L1649A "Super Star"

Die erste "Super Star" der Lufthansa ging 1958 an den Start. Nach ihrer Restaurierung soll sich die Flugzeuglegende wieder in die Lüfte erheben.

06/2009 | „Super Star“ ante portas

Seit dem 26. Mai steht nun die zweite Lockheed L-1649A der Lufthansa Berlin-Stiftung in Auburn auf dem Vorfeld des im November 2008 eröffneten Projekthangars der Lufthansa Technik.
Ganze 23 Minuten dauerte die vorerst letzte Reise der L-1649A-98-16 mit dem Kennzeichen N8083H, die vom Grundstück des Vorbesitzers quer über das Flugfeld des Auburn-Lewiston Airport führte. Wie ihre Schwestermaschine mit dem Kennzeichen N7316C, die seit November 2008 im Projekthangar flugfähig restauriert wird, ließ sich auch N8083H problemlos vom lokalen Team der Lufthansa Technik an ihren neuen Standort bewegen. Seit dem Umzug ist die Demontage von projektrelevanten Bauteilen aus der zweiten Super Star/Starliner vor Ort wesentlich einfacher zu bewerkstelligen.

N8083H gehörte ursprünglich zu einer Order der italienischen Linee Aeree Italiane (LAI) über vier Starliner. Nach deren Stornierung übernahm TWA die Lieferpositionen und setzte die vier L-1649A ab 1958 in Ergänzung zu den bereits fest bestellten fünfundzwanzig L-1649A-98-20 Jetstream Starlinern ein.  Äußerlich unterschieden sich diese ex LAI-Maschinen in TWA-Farben durch eine weiß lackierte Radarnase – in der sich jedoch kein Wetterradar befand. Ganz im Gegensatz zu den mit einer schwarzen Radarnase und Wetterradar ausgestatteten übrigen TWA-Jetstreams. Außerdem blieben die vier eleganten Italienerinnen der US-Airline ohne Taufnamen.

Nach ihrem Einsatz als Passagierflugzeug und nachfolgender Umrüstung zum Frachter verkaufte TWA die Starliner N8083H im Dezember 1962 an Alaska Airlines. Wie ihre Schwestermaschine N7316C wurde sie anfangs für Cargoflüge, und dann als Benzintransporter innerhalb Alaskas eingesetzt. Später flog N8083H in Lateinamerika, bis sie der Vorbesitzer erwarb und am 1. Mai 1986 aus San Pedro Sula, nach einem Zwischenstopp in Fort Lauderdale, Florida, zum Auburn-Lewiston Airport überführte.

Viele Namen für die Königin des Nordatlantiks

Ganze drei Airlines - Air France, TWA und Lufthansa - bestellten insgesamt 44 L-1649A fabrikneu bei den Lockheed Flugzeugwerken in Burbank, Kalifornien, die dieses letzte Muster der Constellation (Sternbild) -Baureihe mit dem Symbol des fünfzackigen Sterns und dem Namen „Starliner“ (Sternenkreuzer) vermarktete.
Jede dieser drei Fluglinien vermarktete ihre L-1649A Flotten jedoch unter einem anderen Namen. So nannte TWA ihre L-1649A „Jetstream“, beziehungsweise „Radar Jetstream“. Air France bezeichnete ihre Flotte als „Super Starliner“, während Lufthansa ihre L-1649A als „Super Star“ einsetzte.


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